Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ist allgegenwärtig. Und damit auch das Problem Plastikmüll, das ein dramatisch wachsendes Risiko dargestellt und von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung die Umwelt und unsere Gesundheit bedroht.
Hans Aust, Vorstandmitglied der NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein und des BUND-Aachen-Land, zeigte dies eindrucksvoll in einer Power-Point-Präsentation bei der Bezirkskonferenz der NF in Merkstein exemplarisch an vielen Beispielen. Plastik im Meer, davon 70% auf dem Meeresgrund; Plastik in Natur und Landschaft; Plastik auf den Feldern oder Plastik, das bei uns gesammelt und in ferne Länder exportiert wird. Selbst ordnungsgemäßes Entsorgen über den Gelben Sack/die Gelbe Tonne hilft nicht entscheidend, weil viele Verpackungen wegen ihrer verschiedenen Beschichtungen nicht wiederverwertbar sind.

In der anschließenden lebhaften Diskussion drehte sich alles um die Frage, was getan werden muss, wie zumindest eine Reduzierung des Plastikmülls erreicht werden kann. Natürlich sind wir alle als Verbraucher gefragt, so der Tenor der Versammlung. Wir können durch unser Einkaufsverhalten weg von der „Wegwerfmentalität“ unseren Einfluss geltend machen. Wichtig für die NF und die Vertreter der anderen anwesenden Umweltgruppen ist aber darüber hinaus, Industrie und Politik in die Pflicht zu nehmen! Ohne ordnungspolitische Vorgaben auf verschiedenen politischen Ebenen wird eine „Plastikwende“ nicht zu schaffen sein. Der Bezirksvorsitzende der NF, Bruno Barth, kündigte deshalb an, für den nächsten Bundeskongress der NF im März 2020 entsprechende Forderungen als Anträge zu formulieren.

„Plastikwende“ muss erreicht werden! Was sollte getan werden?