Stellungnahme des NF-Bezirks Nordeifel mit seinen Ortsgruppen Aachen, Eschweiler und Herzogenrath-Merkstein im Rahmen der grenzüberschreitenden UVP zur
Laufzeitverlängerung der Atomredaktoren Doel 1 und 2

Wir schließen uns in unserer Ablehnung der Argumentation der Fachleute der IPPNW an.
Auszugsweise zitieren wir:

„Die schweren Kernkraftwerkunfälle von Three Mile Island, Tschermobyl und Fukushima haben jeweils gezeigt, dass die Kernkraftwerke nicht so sicher sind wie gefordert und
angenommen worden war. Das bedeutet, dass das Risiko der Altanlagen zum Zeitpunkt ihrer Genehmigung unterschätzt wurde. Insbesondere durch diese Unfälle wurde der
Stand von Wissenschaft und Technik erweitert und die Anforderungen an Neuanlagen verschärft. Diese Anforderungen können in Altanlagen jedoch nicht ausreichend
umgesetzt werden.

Schlussfolgerung: Laufzeitverlängerungen und der Betrieb von gealterten Kernkraftwerken erhöhen die nuklearen Risiken in Europa. Die Alterung von Kernkraftwerken birgt ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Unfälle und radioaktive Freisetzungen. Dieses deutlich erhöhte Risiko wird durch den Weiterbetrieb von Altanlagen infolge von Laufzeitverlängerungen nochmals signifikant erhöht.“

Die Städteregion Aachen liegt in der Nähe (ca. 140km) von Doel. Bei der häufig auftretenden Wetterlage (Westwind) liegen wir in unserem Bereich im unmittelbar betroffenen Bedrohungsgebiet im Falle eines Unfalls mit Freisetzung von Radioaktivität.

Wir widersprechen hiermit der Laufzeitverlängerung von Doel 1 und 2; selbstverständlich trifft diese Ablehnung auch auf Tihange zu, das noch näher (ca. 70km) von der Städteregion Aachen entfernt liegt!

Laufzeitverlängerung der Atomredaktoren Doel 1 und 2
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