Bruno Barth und Marika Jungblut waren für die NaturFreunde beim „Kongress Radschnellwege“ der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte“ (AGFS) am 25. Februar 2016 in Essen. Herzogenrath ist Mitglied in der AGFS.

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Neben verschiedenen Kurzreferaten zu Radschnellwegen – wie zur Planung des RS1-Rhein-Ruhr – gab es eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Radschnellwege – Luxus oder Investment in die Zukunft?“ Der „Radverkehrsbeauftragte“ der Städteregion Aachen räumte dabei ein, dass es bzgl. der Planung des Radschnellwegs Aachen – Herzogenrath/Abzweig Heerlen von Beginn an kritische Stimmen aus dem Bereich Naturschutz zur Streckenführung gebe. Dies beziehe sich vor allem auf den Abschnitt von Pannesheide nach Herzogenrath. Eine Entscheidung diesbezüglich stehe deshalb noch aus. Der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum stellte fest, dass nach wie vor nicht geklärt sei, woher das Geld für den Bau und für die spätere Unterhaltung der Radschnellwege kommen soll. Durchaus sinnvoller sei es, ein flächendeckendes Radwegenetz auszubauen, statt einige wenige „Leuchtturmprojekte“. Für einen Kilometer Radschnellweg ließen sich schließlich viele Kilometer „Bürgerradwege“ bauen. Der FDP-Vertreter wendete ein, dass 900.000 Euro insgesamt für alle Radwege im Landeshaushalt schon jetzt nicht ausreichten, um die bestehenden Radwege an Landstraßen in Ordnung zu halten. Dies sollte uns doch zu denken geben!

 

Kongress zu Radschnellwegen in Essen
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