„Es war am Anfang schwer. Ich konnte kein Wort Deutsch, ich war in einem Auffanglager und alles war für mich neu. Inzwischen habe ich hier meine Heimat gefunden, ohne dass ich meine Herkunft aus Polen verleugne“, so die zentrale Aussage von Therese Jonek als Referentin bei der Veranstaltung der NaturFreunde (NF) in Merkstein.

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Mit der aus Oppeln stammende sog. „Spätaussiedlerin“ setzten die NF ihre Reihe fort, in der Personen ihre „authentische Geschichte einer erfolgreichen Integration“ erzählen und diskutieren.
Die Referentin schilderte sehr eindringlich und nachvollziehbar ihre Schwierigkeiten zu Beginn: Neben den fehlenden Sprachkenntnissen gab es keine Anerkennung ihrer Schulabschlüsse, sie musste bei Null anfangen, obwohl sie im Gegensatz zu anderen Migranten den großen Vorteil hatte, sofort einen deutschen Pass zu bekommen und damit eine verlässliche Bleibeperspektive hatte. Inzwischen spricht sie akzentfrei fließend Deutsch, hat sich beruflich durchgesetzt, engagiert sich bei der Partnerschaft Städteregion – Jelena Gora.

In der anschließenden vom NF-Vorsitzenden Bruno Barth moderierten, sehr regen Diskussion beeindruckte vor allem die offene, sympathische Art von Therese Jonek, die ihr sicher geholfen habe, in Deutschland Fuß zu fassen, wie die zahlreich erschienen Gäste im NF-Haus meinten. Herausgestellt wurden Parallelen, aber auch Unterschiede zwischen ihr und den heutigen Flüchtlingen aus den arabischen Ländern oder aus Schwarzafrika. Jungen Männern aus diesen Ländern mit großen kulturellen Unterschieden zu Deutschland fällt eine „Eingliederung“ in unsere Gesellschaft deutlich schwerer und ihnen werde auch mehr Vorbehalte entgegengebracht, so der Tenor an diesem Abend.

Authentische Geschichte einer erfolgreichen Integration