“Wir NaturFreunde bitten Sie dringend, ihren ganzen Einfluss als Europapolitiker geltend zu machen und die Foderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die Laufzeitverlängerungen der maroden Reaktoren von der EU verbindlich einzufordern, sowie die mit erschreckenden Mängeln behafteten Blöcke endlich abzuschalten! Die laut Medienberichten vom 14.11.2015 anscheinend unmittelbar bevorstehende Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 und Doel 3 ist skandalös und ein nicht einzuschätzendes Risiko für die Menschen unserer Region!”

Mit diesen Worten wenden sich der Bezirksvorsitzende der NaturFreunde (NF), Bruno Barth, und die Presse- und Umweltreferentin, Marika Jungblut, in einem „Offenen Brief“ an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und an Sabine Verheyen (MdEP). Die NF fordern eine verbindliche, grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vor der Laufzeitverlängerung von Doel 2 und die restlichen vier Reaktoren sowie die endgültige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3.

Die Medien – u.a. die AZ/AN am 14.11.15 – hatten am Wochenende darüber berichtet, dass das Atomkraftwerk Tihange in Belgien wieder in Betrieb genommen werden soll. Eine Woche zuvor erst hatten die NaturFreunde zu einer Infoveranstaltung mit dem Sprecher des Aachener „Anti-Atom-Bündnisses, Jörg Schellenberg, eingeladen, der sehr anschaulich über die Gefahren berichtete, die vom Reaktor in Tihange ausgehen.

Die regionalen Europapolitiker sind nach Auffassung der NF die „richtigen Ansprechpartner“, weil „die Folgen eines Reaktorunfalls in Tihange nicht an der Grenze halt macht machen.“

 

Atomkraftwerke Tihange 2, Doel 2 und 3 – Offener Brief an Europapolitiker

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