Antrag an den NF-Bundeskongress zur Plastikmüllproblematik

Antrag NF Bezirk mit den OG Aachen, Eschweiler und Herzogenrath-Merkstein für den NF-Bundeskongress

Problem Plastikmüll

Deutsche produzieren 38kg Plastikmüll pro Kopf pro Jahr (Quelle: „Plastikatlas 2019“ der „Heinrich-Böll-Stiftung“). Plastik ist ein Überbleibsel unserer Wegwerfgesellschaft; es bedroht nicht nur die Umwelt, es findet sich in unserer Nahrung, im Wasser, in der Luft.

  • Sichtbar: In den Meeren und an Stränden.
  • Unsichtbar: Durch Zersetzungsprozesse werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt, die in die Nahrungskette gelangen.

Der NF-Bezirk-Nordeifel und die Ortsgruppen des Bezirks (Aachen, Eschweiler, Herzogenrath-Merkstein) fordern den Bundeskongress auf zu beschließen, der Bundesvorstand möge einzelne Maßnahmen koordinieren und zu einem Gesamtkonzept zusammenfassen.

  1. Die NF-Häuser als Vorbilder
    Der Bundesvorstand solle einen Leitfaden für alle NF-Häuser entwickeln, wie möglichst viel Plastik vermieden werden kann.
  2. Aufforderung an die Bundesregierung
    Der „Markt“ alleine kann es nicht richten, auf hauptsächliche freiwillige Maßnahmen (Selbstverpflichtungen) zu setzen führt nicht zu einer wirklichen Lösung des Problems. Notwendig sind ambitionierte gesetzliche Regelungen mit Umsetzungsfristen. U.a.:
    a. Verbot von Mikroplastik in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten.
    b. Staatliche Regelung zur Ausrüstung von Klärwerken mit effektiven Mikroplastikfiltern.
    c. Wegfall der Subventionierung der Plastikherstellung – Rohöl ist steuerfrei, wenn es zu Plastik verarbeitet wird.
    d. Steigerung der Recyclingquote durch Vorgaben bzgl. Beschichtungen von Verpackungen (Nur 16% des Kunststoffmülls in den „Gelben Säcken“ wird wirklich recycelt, das meiste wirst verbrannt oder ins Ausland geschafft. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das Produkt wg. der verschiedenen Beschichtungen nicht recycelfähig ist.)
    e. Reduzierung und schrittweise Abschaffung von unnötiger Einwegplastik, indem Umweltkosten für Plastik sich im Preis niederschlagen.
  3. Herstellerverpflichtung
    Hersteller von Plastik müssen in die Pflicht genommen werden. Dazu soll der Bundesvorstand eine entsprechende Kampagne entwickeln.

NF-Bezirk Nordeifel, 25.01.2020

„Plastikwende“ muss erreicht werden! Was sollte getan werden?

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ist allgegenwärtig. Und damit auch das Problem Plastikmüll, das ein dramatisch wachsendes Risiko dargestellt und von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung die Umwelt und unsere Gesundheit bedroht.
Hans Aust, Vorstandmitglied der NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein und des BUND-Aachen-Land, zeigte dies eindrucksvoll in einer Power-Point-Präsentation bei der Bezirkskonferenz der NF in Merkstein exemplarisch an vielen Beispielen. Plastik im Meer, davon 70% auf dem Meeresgrund; Plastik in Natur und Landschaft; Plastik auf den Feldern oder Plastik, das bei uns gesammelt und in ferne Länder exportiert wird. Selbst ordnungsgemäßes Entsorgen über den Gelben Sack/die Gelbe Tonne hilft nicht entscheidend, weil viele Verpackungen wegen ihrer verschiedenen Beschichtungen nicht wiederverwertbar sind.

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Vorbildlich für Natur und Umwelt!

„Absolut vorbildlich, was in der AWO-KiTa „Traumland“ mit den Kindern für Natur und Umwelt getan wird! Toll, was das KiTa-Team mit der Leiterin Nicole Küpper leistet! Als Naturfreunde geht uns da das Herz auf“, so der Vorsitzende des NF-Bezirks-Nordeifel, Bruno Barth, und sein Stellvertreter, Bernd Krott, in Übereinstimmung beim Sommerfest in der KiTa, bei dem die NF mit einem Infostand vor Ort waren. Besonders angetan waren die NF vom angelegten „Ackergarten“. „Das ist wohl einzigartig für alle KiTas in der Städteregion Aachen“, unterstrich Bruno Barth in seinem kurzen Grußwort.

Die KiTa „Traumland“ hatte sich letztes Jahr in der „GemüseAckerdemie“ angemeldet und ist in diesem Jahr in die praktische Umsetzung gegangen. Das Ganze versteht sich als „naturnaher Lernort“; es wird bei den Kindern ein Bewusstsein geschaffen für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Ressourcen. Dabei wird nicht in erster Linie theoretisches Wissen kindgerecht dargeboten, sondern praktisch umgesetzt. Die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache, wie die Erzieherin Claudia Krüger, „Fachfrau am Gemüsebeet“, erläuterte. Insgesamt 30 Kinder „ackern“ aktiv, es gibt u.a. eine „Möhren-„ und eine „Radieschengruppe“.

Zustande gekommen ist die Anlegung des „Ackergartens“ im Außengelände der KiTa neben dem großen Engagement des KiTa-Teams und des Elternrates auch durch die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein.

Naturfreunde Deutschlands-Ortsgruppe Aachen – im 105 Jahr immer noch aktiv

Am 28.03.2019 trafen sich die Aachener Naturfreunde im Klömpchensclub des Tivolis.  Im 105 Jahr des Bestehens der Ortgruppe wurde dort die Jahreshauptversammlung durchgeführt.

Der Vorsitzende Bernd Krott und seine Stellvertreterin Maria-Therese Ritzerfeld berichteten über die vielfältigen Aktivitäten des Vereines im abgelaufenen Jahr.

Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Bruno Barth überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes Nordeifel.

Brigitte Gaspard-Beckers wurde für ihre 50 jährige Mitgliedschaft in der Ortsgruppe geehrt. Ihr wurden die Ehren-Urkunde, Blumen und ein Buchgeschenk überreicht.
Brigitte berichtete in ihrer Dankesrede von den bewegten Zeiten, die herrschten, als sie 1969 Mitglied wurde.

Brigitte Gaspard-Beckers wird für 50 jährige Mitgliedschaft geehrt
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Antrag „Für Artenvielfalt“

Bei der NF-Bezirkskonferenz am 10. März beschlossen die Delegierten der Ortsgruppen einstimmig einen Antrag „Für Artenvielfalt“. Nachdem in der Ortsgruppe Herzogenrath-Merkstein seit Beginn 2018 schon ein „Runder Tisch“: Für Artenvielfalt. Gegen das Insektensterben“ zusammen mit anderen in Herzogenrath aktiven natur- und Umweltschutzorganisationen eingerichtet wurde, wollen die NF des Bezirks die Thematik jetzt auf die Landesebene bringen. Vorbild ist die erfolgreiche „Volksinitiative“ in Bayern. Auf diese Art und Weise möchte man die Landesregierung zum HANDELN treiben.

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