125 Jahre NaturFreunde – Kundgebung zum Geburtstag

„Die NaturFreunde (NF) sind 125 Jahre alt, aber keineswegs von gestern! Sie sind mit ihren Forderungen aktuell und zukunftsorientiert!“ So beendeten der Vorsitzende des NF-Bezirks, Bruno Barth aus Herzogenrath, und sein Stellvertreter, Bernd Krott aus Aachen, ihre Ansprache auf der NF-Kundgebung am Dreiländerpunkt in Aachen. Dieser Ort wurde bewusst gewählt, um die internationale Ausrichtung der NF zu betonen. Im September 1895 war die NF-Organisation in Wien gegründet worden; aus diesem Geburtstagsanlass fand die Veranstaltung mit gut 50 Teilnehmern unter Einhaltung der Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie statt.

Die Ansprache wurde eingerahmt durch je zwei Musikdarbietungen von Josie und Kurt der Aachener-Kabarettgruppe „Muita-Merda“ mit zu den NF passenden Stücken. Den Abschluss bildete eine Wanderung um das Dreiländereck durch Deutschland, Belgien und die Niederlande – geleitet von der Aachener-Ortsgruppe.

Im Wortbeitrag betonten Bruno Barth und Bernd Krott die heutigen thematischen Schwerpunkte der NF. „Sanfter Tourismus“ mit zahlreichen Wanderangeboten sind ein wesentlicher Teil, bei denen Gäste immer willkommen sind. Gegen die „rein gewinnbringende Ausbeutung von Natur und Umwelt“ engagieren sich die NF politisch, u.a. z.Z. mit der Unterstützung der „Volksinitiative Artenvielfalt NRW“. Als Teil der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung sind die NF für eine „Welt ohne Atomwaffen, Rüstungswettlauf und Krieg“. Darüber hinaus positionieren sich die NF als „entschiedene Gegner von nationalistischer und rassistischer Engstirnigkeit“.

Die im Bezirk aktiven Ortsgruppen Aachen, Eschweiler und Herzogenrath-Merkstein mit insgesamt ca. 500 Mitgliedern setzen sich für diese angesprochenen Ziele vor Ort ein; sie gehen davon aus, dass sie auch in den nächsten Jahren gesellschaftspolitisch einen wichtigen Beitrag leisten werden.

125 Jahre NaturFreunde

Logo 125 Jahre Naturfreunde„Die NaturFreunde (NF) werde 125 Jahre alt, sind aber keineswegs von gestern“! Unter diesem Motto rufen der Vorsitzende vom hiesigen Bezirk der NF, Bruno Barth aus Herzogenrath, sein Stellvertreter Bernd Krott aus Aachen, und der Vorsitzende der Ortsgruppe Eschweiler, Leo Gehlen, zu einer „Geburtstagskundgebung“ auf. Sie findet am Sonntag, 27.9., um 10.30 Uhr am Dreiländerpunkt in Aachen mit einem kleinen Programm statt: Eine Ansprache zum Jubiläum, ein kleines kulturelles Rahmenprogramm mit 3-4 Stücken von Josie und Kurt von „Muita-Merda“ aus Aachen und eine Kurzwanderung durch 3 Länder. Der Ort „Dreiländerpunkt“ ist bewusst gewählt worden, wollen die NF doch damit ihren internationalen Charakter und ihr Eintreten für Völkerverständigung ausdrücken.

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„Volksinitiative Artenvielfalt“ – NaturFreunde aktiv dabei!

Seit längerer Zeit setzen sich die NaturFreunde (NF) für die Artenvielfalt ein. Verschiedene Aktionen wurden vor Ort angestoßen – u.a. ein „Runder Tisch Artenvielfalt. Gegen Insektensterben“ im NF-Haus in Merkstein zusammen mit anderen in Herzogenrath aktiven Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Die Aachener NF-Gruppe hat sich diesbezüglich dem Aachener „Netzwerk neue Nachhaltigkeit“ angeschlossen. Z.Z. können wegen der Corona-Pandemie leider keine Treffen und nur wenige Aktivitäten stattfinden.

Die jetzt gestartete „Volksinitiative Artenschutz NRW“ wird von den NF vor Ort aktiv unterstützt. Mindestens 66.000 Originalunterschriften von Wahlberechtigten müssen an den Präsidenten des NRW-Landtags geschickt werden, damit der Landtag sich damit befassen muss. „Wir fordern, den dramatischen Verlust an Tier- und Pflanzenarten durch ein Handlungsprogramm Artenvielfalt in acht zentralen Handlungsfeldern zu stoppen. Die Maßnahmen sind in Gesetzen und Programmen verbindlich zu verankern und umzusetzen“, so der Text auf den Unterschriftenlisten. Detailliert werden die 8 Forderungen aufgelistet und erläutert – vom „Flächenfraß verbindlich stoppen“ bis zu „Naturverträgliche Landwirtschaft aktiv voranbringen“ (nähere Infos: www.artenvielfalt-nrw.de).

„Die NF werden Unterschriften für die Volksinitiative sammeln“, so der Bezirksvorsitzende Bruno Barth. Wer dazu Kontakt mit den NF aufnehmen möchte, kann sich an die jeweiligen Ortsgruppenvorsitzenden wenden: In Aachen an Bernd Krott (bernd.krott@t-online.de), in Eschweiler an Leo Gehlen (leo.gehlen@t-online.de) und in Herzogenrath und dem Nordkreis Aachen an Bruno Barth (bruno.barth@naturfreunde-merkstein.de). Außerdem liegen Unterschriftenlisten im NF-Haus in der Comeniusstraße 9 in Merkstein aus.

Antrag an den NF-Bundeskongress zur Plastikmüllproblematik

Antrag NF Bezirk mit den OG Aachen, Eschweiler und Herzogenrath-Merkstein für den NF-Bundeskongress

Problem Plastikmüll

Deutsche produzieren 38kg Plastikmüll pro Kopf pro Jahr (Quelle: „Plastikatlas 2019“ der „Heinrich-Böll-Stiftung“). Plastik ist ein Überbleibsel unserer Wegwerfgesellschaft; es bedroht nicht nur die Umwelt, es findet sich in unserer Nahrung, im Wasser, in der Luft.

  • Sichtbar: In den Meeren und an Stränden.
  • Unsichtbar: Durch Zersetzungsprozesse werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt, die in die Nahrungskette gelangen.

Der NF-Bezirk-Nordeifel und die Ortsgruppen des Bezirks (Aachen, Eschweiler, Herzogenrath-Merkstein) fordern den Bundeskongress auf zu beschließen, der Bundesvorstand möge einzelne Maßnahmen koordinieren und zu einem Gesamtkonzept zusammenfassen.

  1. Die NF-Häuser als Vorbilder
    Der Bundesvorstand solle einen Leitfaden für alle NF-Häuser entwickeln, wie möglichst viel Plastik vermieden werden kann.
  2. Aufforderung an die Bundesregierung
    Der „Markt“ alleine kann es nicht richten, auf hauptsächliche freiwillige Maßnahmen (Selbstverpflichtungen) zu setzen führt nicht zu einer wirklichen Lösung des Problems. Notwendig sind ambitionierte gesetzliche Regelungen mit Umsetzungsfristen. U.a.:
    a. Verbot von Mikroplastik in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten.
    b. Staatliche Regelung zur Ausrüstung von Klärwerken mit effektiven Mikroplastikfiltern.
    c. Wegfall der Subventionierung der Plastikherstellung – Rohöl ist steuerfrei, wenn es zu Plastik verarbeitet wird.
    d. Steigerung der Recyclingquote durch Vorgaben bzgl. Beschichtungen von Verpackungen (Nur 16% des Kunststoffmülls in den „Gelben Säcken“ wird wirklich recycelt, das meiste wirst verbrannt oder ins Ausland geschafft. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das Produkt wg. der verschiedenen Beschichtungen nicht recycelfähig ist.)
    e. Reduzierung und schrittweise Abschaffung von unnötiger Einwegplastik, indem Umweltkosten für Plastik sich im Preis niederschlagen.
  3. Herstellerverpflichtung
    Hersteller von Plastik müssen in die Pflicht genommen werden. Dazu soll der Bundesvorstand eine entsprechende Kampagne entwickeln.

NF-Bezirk Nordeifel, 25.01.2020

„Plastikwende“ muss erreicht werden! Was sollte getan werden?

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ist allgegenwärtig. Und damit auch das Problem Plastikmüll, das ein dramatisch wachsendes Risiko dargestellt und von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung die Umwelt und unsere Gesundheit bedroht.
Hans Aust, Vorstandmitglied der NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein und des BUND-Aachen-Land, zeigte dies eindrucksvoll in einer Power-Point-Präsentation bei der Bezirkskonferenz der NF in Merkstein exemplarisch an vielen Beispielen. Plastik im Meer, davon 70% auf dem Meeresgrund; Plastik in Natur und Landschaft; Plastik auf den Feldern oder Plastik, das bei uns gesammelt und in ferne Länder exportiert wird. Selbst ordnungsgemäßes Entsorgen über den Gelben Sack/die Gelbe Tonne hilft nicht entscheidend, weil viele Verpackungen wegen ihrer verschiedenen Beschichtungen nicht wiederverwertbar sind.

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